Gott und die Welt

Gott und die Welt

Transkript

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00:00:00: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.

00:00:29: Nennen wir es Anna, ist mit ihrer Großmutter in der Stadt unterwegs.

00:00:33: Sie kommen bei einer Kirche vorbei und Anna sagt zu ihrer Oma Schau wie dreckig die Fenster sind!

00:00:40: Ihre Oma lächelt nimmt Anna an der Hand und geht mit ihr in die Kirche hinein.

00:00:46: Dort staunt Anna nicht schlecht Denn die von außen dreckige wirkenden Fenster waren ihnen ganz bunt.

00:00:54: Durch eines der Fenster schien gerade die Sonne herein und es leuchtete ganz hell.

00:00:59: Auf diesem Fenster waren Menschen in bunten Gewändern zu sehen.

00:01:03: Da fragte Anna ihre Oma, was sind das für Menschen?

00:01:07: Und ihre Omer antwortete da – Das sind Heilige!

00:01:11: In der nächsten Religionsstunde fragt der Lehrer die Kinder weiß jemand, was ein Heiliger ist?

00:01:17: Und es wurde ganz still im Klassenzimmer.

00:01:20: Da hatte Anna eine Idee….

00:01:22: Ich weiß Heilige, das sind Menschen durch die die Sonne scheint.

00:01:42: Heute ist Allerseelen!

00:01:45: Heute denkt die katholische Kirche an alle Verstorbenen.

00:01:49: Traditionell gehen an den Tagen aller Heiligen und Allerseln viele Menschen auf die Friedhöfe und besuchen die Gräber ihrer Verstorbene.

00:01:58: Ich gehe gern auf den Friedhof wenn es schon dunkel ist.

00:02:01: einerseits ist dann oft weniger los Und andererseits finde ich die Stimmung mit den vielen Kerzen einfach ganz besonders.

00:02:10: Früher gab es den Brauch, wenn in einem Haus jemand gestorben ist gleich eine Kerze anzuzünden und ans Fenster zu stellen und das Fenster öffnen damit die Seele sozusagen in den Himmel ziehen kann.

00:02:25: Das Licht sollte ihr den Weg leuchten.

00:02:27: heute zünden wir die Kerzen für uns selbst an.

00:02:32: Gerade in dieser dunklen Jahreszeit soll uns trösten und für uns Christinnen und Christen steht es auch, für die Hoffnung dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

00:02:56: Kommt in Wellen!

00:02:58: Und man ist im Grunde nie fertig damit.

00:03:02: was jetzt wie eine schreckliche Botschaft klingt ist nicht so dramatisch gemeint aber gleichzeitig die Realität.

00:03:10: Wenn wir um einen lieben Menschen, der gestorben ist, trauern dann hört das nicht einfach irgendwann auf.

00:03:18: Aber die gute Nachricht?

00:03:20: Es wird mit der Zeit weniger intensiv und irgendwann kommen Tage da kann man an diesen Menschen denken und man spürt viel Liebe und nur mehr wenig Schmerz.

00:03:33: Die Tage um alle Heiligen und aller Seelen können Trauer wieder wachrufen.

00:03:38: Darum ist es klug, sich Zeit zu nehmen für die Trauer, die eventuell aufkommt.

00:03:43: Sich gut um sich selbst zu sorgen genug zu schlafen, sich mit lieben Menschen zu umgeben jemanden zum Reden haben oder die aufkomenden Gefühle aufschreiben Denn Trauer will gefühlt werden auch wenn es wehtut.

00:03:59: Wegschieben bewirkt meistens nur dass sie sich aufstaut und dann mit geballter Kraft zurück kommt wenn man es am wenigsten erwartet.

00:04:08: Trauer kommt in Wellen, schwimm mit der Welle damit sie dich nicht umwirft, damit sie sich nicht runterzieht.

00:04:16: Traur will gefühlt werden und Trauer verwandelt sich mit der Zeit.

00:04:43: Die Tage werden kürzer das Licht wird weniger und dann kommt auch noch alle Heiligen und alles Seelen dazu.

00:04:50: die Tage wo wir vermehrt an unsere Verstorbenen denken Ein richtiges Depri-Programm?

00:04:56: So möchte ich das nicht sehen.

00:04:58: Ja, an unsere Verstorbenen zu denken kann traurig machen, kann Trauer wieder wachrufen.

00:05:05: aber nicht nur da gibt es auch noch andere Gefühle die einen Platz bekommen können zum Beispiel Die Dankbarkeit für all die lieben Menschen die ein Teil unseres Lebens waren und ein neues Gefühl für das hier und jetzt den niemand weiß Wann das eigene Leben zu Ende geht.

00:05:26: Wenn ich von Schicksalsschlägen höre, wo Menschen ganz plötzlich aus dem Leben gerissen werden durch Krankheiten oder Unfälle dann denke ich oft wie dankbar müsste ich eigentlich sein dass ich heute Morgen aufgewacht bin und wie oft ärgere Ich mich über Dinge die angesichts des Todes zu Kleinigkeiten werden.

00:05:46: ein Lied von Lotatzenetti bringt es treffend auf den Punkt.

00:05:50: er singt wir sind mitten im leben zum Sterben bestimmt.

00:05:54: Wir sind mitten im Sterben, zum Leben

00:05:57: bestimmt.".

00:05:58: Das Gedenken an unsere Verstorbenen macht mich dankbar für mein Leben.

00:06:04: Katharina Klager, katholische Kirche

00:06:06: Antenne Gott und die Welt der Podcast.

Über diesen Podcast

Gedanken über Gott und die Welt sollen Impulse geben: zum Innehalten, um Fragen zu stellen und Antworten zu finden.

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