00:00:00: Antenne
00:00:01: Gott und die Welt, der Podcast.
00:00:30: Die Marideln und Kirschbäume sind längst verblüht.
00:00:33: Sie bereiten sich schon auf Größeres vor, die Apfelbäime sind immer später dran – noch kann man ihr Blün bestaunen!
00:00:41: Heute und an den folgenden Abenden möchte ich einige meiner Lieblingsgedichte in den Mittelpunkt meiner Sendung anstellen.
00:00:49: Eduard Mörige macht den Anfang.
00:00:53: Er ist's!
00:00:54: Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
00:00:59: Süße, wohlbekannte, dürfte Streifen ahnungsvoll das Land.
00:01:04: Feilchen träumen schon!
00:01:06: Wollen bald kommen?
00:01:08: Horch von Ferren ein leiser Harfenton.
00:01:12: Frühling ja du bist dich hab ich vernommen.
00:01:16: Alles blüht nur so um mich her.
00:01:19: Ja er ist es.
00:01:21: Ich freue mich.
00:01:36: Der Monat Mai wird auch sehr oft als Monat der Liebe bezeichnet.
00:01:41: Mögliche Gründe dafür, der Muttertag.
00:01:45: Der Frühling die Meierndachten und bestimmt auch die vermehrten Hochzeiten.
00:01:50: Und da bin ich schon bei meinem heutigen Lieblingsgedicht angelangt Es ist von Erich Fried was es isst
00:01:58: Was es ist!
00:02:00: Es ist Unsinn sagt die Vernunft.
00:02:03: Es IST was es ist Sagt die Liebe.
00:02:08: Es ist Unglück Sagt die Berechnung.
00:02:11: Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst!
00:02:14: Es ist aussichtslos,
00:02:16: sagt
00:02:16: die Einsicht.
00:02:18: Es isst was es isst, sagt Die Liebe.
00:02:21: Esist lächerlich, sagt der Stolz?
00:02:25: Es ist leichtsinnig, sagt DIE Vorsicht!
00:02:28: Esis unmöglich, sagt the Erfahrung.
00:02:31: Es IST WAS ES ISST, sagt The Liebe.
00:02:36: Es ist ein echter Klassiker unter den Liebesgedichten.
00:02:39: Auch ich versuche es immer wieder, Gedichte zu schreiben.
00:02:43: Dieses ist schon mehrere Jahrzehnte alt.
00:02:46: Zugvögel!
00:02:47: Breit aus Deine Flügel erhebe Dich in die Lüfte und finde wie die Zugvogel wieder zurück zu mir.
00:03:07: Mein heutiges Lieblingsgedicht stammt von einem sehr lieben priesterlichen Freund, der leider allzu früh verstorben ist.
00:03:16: Von Martin Guttl.
00:03:40: Du bedrückst mich nicht.
00:03:41: Die Oberfläche hat mich oft genarrt, tief innen im Wesen sitzt die Wahrheit.
00:03:48: Wer sucht sie?
00:03:50: Wer findet Sie?
00:03:51: Du meine Geliebte!
00:03:53: Du
00:03:53: stille!
00:03:54: Du bereitest mir die größte Freude.
00:03:57: Durch dich lerne ich schauen Lerne ich denken Lernern ich beten Lernaich Mensch sein.
00:04:07: Welch Liebeserklärung.
00:04:09: Stille!
00:04:10: In der heutigen Zeit fast schon ein Fremdwort.
00:04:13: Aber wir sollten sie annehmen, damit wir hören was Bäche und Wälder ja unser Leben uns erzählen möchten.
00:04:21: Selbst Gott kann uns in der Stille entgegenkommen – in einem Lächeln, in einem Gebet, in einen Lied, im Gedicht, im Sommer der Bienen.
00:04:53: Was viele gar nicht wissen werden Wir sind noch immer in der Osterzeit die ja bekanntlich bis Pfingsten dauert.
00:05:01: So habe ich mich in Sachen Lieblingsgedichte für das Gedicht Auferstehung von Marie-Louise Kaschnitz entschieden.
00:05:28: Unverwundbar, geordnet in geheimnisvolle Ordnung vorweggenommen in ein Haus aus Licht.
00:05:37: Oft gelesen oft zitiert oft verwendet auch oft im Sinne von Auferstehung basierte immer mal wieder wenn es uns gut geht ja mitten im Alltag.
00:05:49: Es gibt Auferstierungsmomente in denen alles Sinn macht.
00:05:54: das hausauslicht kommt nicht erst nach unserem Tod.
00:05:58: Es hat jetzt schon offene Türen, es gibt Menschen die tragen dieses Licht in sich und strahlen von Innen heraus.
00:06:06: Gehen Licht und Liebe voll miteinander um?
00:06:10: Wäre das nicht auch was für
00:06:12: uns?"
00:06:12: fragt sich ihr Theologe Walter Drexler.
00:06:16: Und am Schluss möchte ich ganz besonders meiner Schwester Franziska danken meine Lieblingsgedichte so wunderbar vorgetragen hat.
00:06:27: Antenne Gott und die Welt der Podcast.