00:00:00: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.
00:00:26: Vielleicht erinnerst du dich an ein paar Details aus dem Religionsunterricht?
00:00:30: Jesus reitet auf einem Esel, die Menschen legen ihm einen Teppich aus Kleidungsstücken auf der Straße und sie grüßen ihn mit Palmzweigen.
00:00:40: Ja von echten Palmen!
00:00:42: Die gibt es nämlich dort wo Jesus lebte an jeder Straßenecke.
00:00:46: Von diesen Palmzwegen kommt unser Palmbushen Und da wir hier in Mitteleuropa kaum Palmen haben nehmen wir andere Pflanzen wie zum Beispiel Buchsbaum Und die flauschigen Blüten der Weiden haben ihre Namen von dieser Tradition, nämlich die Palmkätzchen.
00:01:02: Ihre Zweige sind die ersten Blüte des Frühjahrs und werden als Highlights des Palmbuschen benutzt.
00:01:09: Beim Palf Sonders Gottesdienst erinnern die kunstvoll gebundenen Buschen in unseren Händen an die Freude der Menschen, als Jesus nach Jerusalem kam.
00:01:18: Ihm eilte nämlich ein Ruf voraus, dass er etwas ganz Besonderes sei!
00:01:23: Zugleich hat Jesus aber auch einige Leute auf die Palme gebracht, aber dazu ein anderes Mal mehr.
00:01:45: Soll es sein?
00:01:46: Das Fohlen einer Eselin genauer gesagt – das sagt Jesus seinen Begleitern als sie auf dem Weg nach Jerusalem sind.
00:01:54: Er will auf einem Esel in die Stadt reiten.
00:01:58: Ob er da schon wusste dass er dort einige Tage später gewaltsam sterben wird?
00:02:03: Theologinnen und Theologen sind der gedeilte Meinung.
00:02:06: Gott ist allmächtig, allwissen sogar!
00:02:08: Also musste Jesus Bescheid gewusst haben.
00:02:11: doch er isst nicht nur Gott sondern auch Mensch.
00:02:14: vielleicht hat das geahnt oder sogar gewusst aber verdrängt.
00:02:19: Aber was hat es jetzt mit dem Esel auf sich?
00:02:22: Der Esel ist ein verbreitetes Lasttier zurzeit Jesu Und in vielen Teilen der Welt bis heute.
00:02:29: Er hat festere Hüfe als Pferde Ist widerstandsfähiger Kleiner und vermutlich günstiger in der Anschaffung.
00:02:35: Zur Zeit Jesu waren Pferde vor allem der Oberschicht den Reichen, und dem Militär vorbehalten.
00:02:43: Der Esel auf dem Jesus in Jerusalem einreitet ist ein Symbol.
00:02:49: Er hätte auch zu Fuß gehen können.
00:02:51: doch der Esel spricht.
00:02:53: er sagt hier kommt ein einfacher Mensch aus dem Volk Und sein Ansinnen ist nicht Krieg sondern Frieden.
00:03:00: Jesus kommt nämlich nicht mit einem Panzer.
00:03:03: Er kommt mit dem Fahrrad.
00:03:18: Ich ärgere mich im Stideln über diesen einen Typen, doch halt!
00:03:23: Esel gelten ganz zu unrecht als stuer oder störig.
00:03:28: Das missverstandene Grauvie hat seinen Ruf weg.
00:03:31: Doch was steckt wirklich dahinter wenn ein Esel plötzlich stehen bleibt und keinen Schritt mehr tut?
00:03:37: Die Beobachtung lehrte.
00:03:39: Esel sind sehr Vorsichtige Tiere, in einer ungewohnten oder potenziell gefährlichen Situation laufen sie nicht gleich wie ein aufgescheuchtes Hund davon sondern bleiben erst mal stehen.
00:03:52: Sie analysieren die Situation und wegen ab was das sicherste Option ist.
00:03:57: eigentlich sehr klug!
00:03:59: Wann stand ich zuletzt vor einer unsicheren Situation?
00:04:03: Und wie habe ich reagiert?
00:04:05: Bin ich unbeholfen hineingestolpert, übermütig oder gar hochmütigt hineingetappt?
00:04:10: Oder vielleicht aufgescheucht davon gelaufen für die Zukunft.
00:04:15: Den Esel in mir auspacken.
00:04:18: Stehen bleiben!
00:04:19: Abwarten mal schauen, analysieren abwägen und besonnen entscheiden Denn In der Ruhe liegt die Kraft Nein Die Esels Stärke.
00:04:50: Lass mich dein Esel sein So betete der brasilianische Erzbischof Domhelder Kamara, der sich besonders für Benachteiligte in seinem Land einsetzte.
00:05:01: Aber wer will schon ein Esel sein?
00:05:04: Als Schimpfwort gebraucht ist jemand, der einen Esel genannt wird vieles aber eher nichts Gutes sturrisch vielleicht auch ein bisschen langsam oder schwer von Begriff.
00:05:17: wenn ich Esel höre denke ich aber auch an ein starkes Gutmütiges Tier, das viel erduldet.
00:05:25: Vielleicht aushält?
00:05:27: Ja!
00:05:27: Viel er
00:05:28: trägt.".
00:05:29: Zugleich habe ich gehört, dass Esel auch schlau und frech sind.
00:05:33: Unterschätzen wir also den Esel nicht.
00:05:36: Der brasilianische Erzbischof hat den Ekel als besonderes Tier erkannt weil Jesus entschieden hat, dass er von ihm in die Stadt Jerusalem getragen werden will.
00:05:46: Und deswegen betet er so... Gib mir die Genübsamkeit und Esels Geduld, die Kraft zum Tragen.
00:05:57: Und auch die Sturheit, die ich brauche um Träger deiner Liebe in einer Welt des Hasses zu sein.
00:06:04: Lass mich dein Esel sein Christus dass ich dich zu anderen trage.
00:06:09: Ja!
00:06:10: Ich will ein Esel Sein Ein Esel für Gott stark beharrlich Ausdauernd Wissend das Gott bei mir ist Dass ich ihn bei mir trage.
00:06:21: Gott, ich will dein Esel sein.
00:06:23: Katharina Klager, katholische Kirche Antenne Gott und die Welt der Podcast.