00:00:00: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.
00:00:03: Die Liebe ist ein seltsames Spiel, hat Connie Francis schon in den neunzehn- sechziger Jahren gesungen.
00:00:11: Liebe ist vielfältig, wir kennen unterschiedliche Formen von Liebe.
00:00:17: Wir leben unsere Familien, Eltern, Großeltern, Geschwister, Nächten, Neffen, Enkelkinder.
00:00:24: Wir leben Tiere, mit denen wir das Leben teilen, Hunde, Katzen.
00:00:29: Pferde, Kaninchen, wir lieben auch schöne und gute Dinge.
00:00:34: Zum Beispiel ein feines Essen, ein tolles Konzert, ein besonderes Kunstwerk.
00:00:40: Wir lieben hoffentlich vielleicht auch nur in Teilen unsere Arbeit.
00:00:45: Tätigkeiten, die einen Sinn haben, Freizeitbeschäftigungen, Hobbys, das Muttersein, das Vatersein, den Dienst, zum Beispiel beim Roten Kreuz oder bei der Freiwilligen Feuerwehr.
00:00:58: Berg gehen, lesen, fotografieren, reisen.
00:01:03: Liebe ist das Gefühl, dass unser ganzes Leben zusammenhält.
00:01:08: Merken wir das?
00:01:10: Auch im Alltag zeigen wir unseren Mitmenschen in der Schule, in der Schlange, beim Supermarkt, im Wartezimmer, beim Arzt in der Arbeit, dass wir liebende sind.
00:01:36: Das Schönste aber hier auf Erden ist, lieben und geliebt zu werden.
00:01:43: Das Schrieb Wilhelm Busch in einem Frühlingsgedicht.
00:01:47: Liebe kann auf unterschiedliche Weise gelebt werden.
00:01:50: Die romantische Liebe ist jene Form, an die wir meistens zuerst denken, wenn wir Liebe hören, verliebt sein, Schmetterlinge im Bauch, der Wunsch einander ganz nah zu sein.
00:02:04: dem anderen das Wertvollste zu schenken, das man besitzt, nämlich sich selbst, Haut an Haut, miteinander in Team.
00:02:13: Aus Verliebtheit kann Liebe werden, die, so hoffen viele, das ganze Leben trägt.
00:02:20: Eine andere Form von Liebe ist die nächsten Liebe, die Zuwendung zum anderen, der mich gerade braucht.
00:02:28: Meine Hilfe, meine Zeit.
00:02:30: Die Werke der Barmherzigkeit aus der Bibel beschreiben viele solcher Alltagssituationen, hungrigen zu Essen geben, Fremde, Beherbergen, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten, trauernde Trösten oder auch einfach lästige Geduldig ertragen.
00:02:52: Menschen leben diese Werke der Barmherzigkeit in ihren Berufen, im Ehrenamt oder manche ganz radikal als Lebensform in einer Ordensgemeinschaft.
00:03:04: Aber egal wo oder wie wir Liebe leben, richtig verstanden ist sie eines nie, nämlich selbstzüchtig.
00:03:13: Liebe ist ein Geschenk, das wir völlig unverdehnt erhalten und ebenso frei mütig weiter schenken sollen.
00:03:33: Wann hattest du das letzte Mal Schmetterlinge im Bauch oder die berühmten Frühlingsgefühle?
00:03:39: Nicht nur Menschen, die in romantischen Beziehungen leben, können diese Symptome spüren.
00:03:45: Auch der Beginn einer neuen Freundschaft oder die Begeisterung für eine Tätigkeit können solche Gefühle von Verliebtsein auslösen.
00:03:56: Liebe macht unser Leben aufregend und besonders.
00:04:00: Der vierzehnte Februar ist mittlerweile weltweit als der Tag der Liebe bekannt.
00:04:06: Der sogenannte Valentinstag geht zurück auf die Legende um einen christlichen Heiligen.
00:04:11: Bischof Valentin habe verliebte Paare christlich getraut, obwohl es in der Zeit der Christenverfolgung verboten war.
00:04:20: Deshalb wurde er hingerichtet.
00:04:22: So wurde es der heilige Valentin, der Patron, der Lebenden.
00:04:27: Auch wenn der Valentinstag heute oft von Konsumdenken überfrachtet ist und die Werbung voll mit Pralinen Blumen und teuren Schmuck geschenken.
00:04:37: Der Grundgedanke des Tages hat eine wichtige Botschaft für jeden Tag.
00:04:43: Zeig deine Liebe.
00:04:44: Egal ob du in einer romantischen Beziehung bist oder nicht, sagt der Arbeitskollegin, deinem besten Freund, deinen Kindern, deinen Eltern, deine Lebenspartnerin, deinem Lebenspartner, wie gern du sie hast.
00:04:58: So oft es geht.
00:05:20: Rund um den Valentinstag In den sogenannten Tagen der Beziehung werden in einigen Kirchen in der Steiermark eigene Veranstaltungen zur Beziehungspflege angeboten.
00:05:32: Valentinstagsdinner, besondere Paarzeiten oder auch Gottesdienste für Liebende, um Gottessegen für die Beziehungen zu erbitten.
00:05:43: Die Liebe, so glauben wir Christinnen und Christen, ist die Erfüllung des Menschseins.
00:05:50: Wenn wir lieben, sind wir dem göttlichen, ganz nahe.
00:05:54: Denn Gott ist die Liebe, der Ursprung aller Liebe.
00:05:58: Weil Gott uns zuerst geliebt hat, sind wir überhaupt fähig zu lieben.
00:06:04: Und diese menschliche Fähigkeit zu lieben, geht über den biologischen Vermehrungstrieb hinaus.
00:06:11: Sie ist eine Gabe, die wir hüten und kultivieren müssen.
00:06:16: Denn Leben will gelernt sein, auch wenn wir so geschaffen sind, als Liebende können wir Fehler machen, Liebe missverstehen, sogar missbrauchen, Selbstzüchtigkeit als Liebe tarnen.
00:06:30: Und wer sich für die Liebe öffnet, läuft Gefahr verletzt zu werden.
00:06:35: Aber was wäre die Alternative, nicht zu lieben?
00:06:39: Liebe braucht Mut.
00:06:41: Und fällt die Liebe, die man schenkt, auf fruchtbarem Boden, dann wird der Mut belohnt, mit dem schönsten Geschenk.
00:06:49: dass wir Menschen einander machen können, zu lieben.
00:06:53: Katharina Grager, Katholische Kirche.
00:06:56: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.