Gott und die Welt

Gott und die Welt

Transkript

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00:00:00: Antenne Gott und die Welt.

00:00:02: Der Podcast.

00:00:03: Ich liebe Kaffee.

00:00:05: Natürlich auch Coffee to go.

00:00:07: Neulich habe ich irgendwo Coffee to go gelesen und sofort waren diese ganzen wärmenden Gefühle da.

00:00:13: Die Kälte draußen, der Becher in der Hand, der heiße Schluck, der im Winter ein bisschen nach Weihnachtsmarkt schmeckt.

00:00:19: Und nach Pause.

00:00:21: Nach einem Moment nur für mich.

00:00:23: Da habe ich mir gedacht, was könnte man eigentlich noch alles to go mitnehmen?

00:00:27: Den Kindern eine Umarmung, ein Pussy, bevor jemand aus dem Haus geht.

00:00:32: einen kleinen Wunsch für den Tag, vielleicht sogar eine versteckte Botschaft in der Jackentasche, so ein winziges ich denk an dich.

00:00:39: Vielleicht könnten wir sogar ein Stück gemeinsam gehen mit unserem Café, ein kleiner Spaziergang, ein kurzes Gespräch oder nur ein Telefonat zwischendurch, damit man sich ein paar Minuten näher ist.

00:00:50: Wer weiß, vielleicht sind es genau diese kleinen Wege, die uns verbinden, Mini, Botschaften oder der Café in der Hand.

00:00:58: Es reicht schon ein flüchtiger Zettel, ein leiser Gruß ein, hab einen schönen Tag, ein kleines Advent to go.

00:01:04: Ich glaub, ich mag diese Idee und ich denke noch ein bisschen weiter.

00:01:21: Also neulich habe ich mir beim Coffee to go gedacht.

00:01:24: Man kann nicht nur Kaffee mitnehmen, man kann auch Wärme mitnehmen und sie weitergeben.

00:01:29: Gerade jetzt vor Weihnachten reden wir ständig darüber, wie stressig alles ist.

00:01:33: Geschenke besorgen, Dinge überlegen, Termine feiern, alles läuft schnell.

00:01:38: Aber vielleicht sollten wir mal kurz stehen bleiben, so wie mit einem warmen Kaffee in der Hand und spüren, wie schön das eigentlich ist.

00:01:46: Denn ist es nicht Luxus, sich Gedanken über andere zu machen, sich Zeit zu nehmen, um für jemanden etwas zu basteln, etwas auszuwählen oder zu planen.

00:01:57: Das ist doch Liebe to go, Aufmerksamkeit to go.

00:02:00: Ein Stück Herz, das man trägt, genau wie den warmen Becher.

00:02:04: Und ja, es ist manchmal viel.

00:02:06: Aber stell dir vor, wie sich der andere freuen wird, wenn er dieses kleine Sackal öffnet und merkt, Da hat jemand wirklich an mich gedacht.

00:02:14: Vielleicht ist das der eigentliche Zauber dieser Zeit, dass wir uns mitten im Chaos gegenseitig kleine warme Momente schenken.

00:02:33: Wenn ich an meinen Coffee-to-go-Gedanken anknüpfe, dann merke ich, man kann auch Wegstrecken-to-go mitnehmen.

00:02:40: Also kleine Stücke, die man gemeinsam geht Richtung Weihnachten hin.

00:02:44: Wir können die ganzen Weihnachtsferien als rote Stresspunkte im Kalenders sehen oder wir können sie als Möglichkeiten sehen.

00:02:52: Menschen wieder live zu treffen, miteinander zu reden, zu lachen, zu singen, vielleicht sogar zu tanzen.

00:02:57: Advent ist eine Zeit, die uns nach innen führt, aber auch zueinander.

00:03:02: und in den stillen Momenten dazwischen, wenn nichts laut ist, da finden wir diesen Rückzugsort in uns selbst.

00:03:08: Und wir spüren, was für ein Glück es ist, dass wir überhaupt feiern dürfen, dass wir Menschen haben, an die wir denken, dass wir uns überhaupt Gedanken über Geschenke machen können.

00:03:19: Wie viele auf dieser Welt dürfen das nicht?

00:03:21: Vielleicht sollten wir auch die Schnelligkeit dieser Zeit und sogar die kleinen Streitigkeiten als Teil dieses Geschenks sehen.

00:03:28: als Zeichen dafür, dass wir leben, lieben, mittendrin sind.

00:03:32: Und so gehen wir weiter Schritt für Schritt durch den Advent.

00:03:36: Und möglicherweise in der nächsten Folge komme ich noch einmal darauf zurück.

00:03:40: Denn bis Weihnachten hin gibt es noch ein paar Gedanken, die ich gern teilen möchte, vor allem, wenn ein bestimmter Tag näher rückt, der auch für mich persönlich eine kleine Bedeutung hat.

00:04:10: Ich habe es ja in der letzten Folge schon ein bisschen angeteasert und jetzt sage ich es.

00:04:14: Ich liebe Geburtstage.

00:04:17: Schon seit ich klein bin, das teile ich wahrscheinlich mit vielen anderen Menschen.

00:04:20: Bestimmt, weil ich das Glück hatte, Eltern zu haben, ein geborgenes Zuhause, Menschen, die diesen Tag mit mir gefeiert haben.

00:04:28: Einfach, dass es mich gibt, genauso wie ich bin.

00:04:31: Und manchmal denke ich mir, was musste eigentlich alles passieren, damit ein Mensch entsteht?

00:04:36: Welche Wunder, welche Konstellationen?

00:04:39: Natürlich weiß ich, wie Biologie funktioniert, aber ganz ehrlich.

00:04:43: Für mich bleibt es ein Wunder, wenn eine Frau schwanger ist.

00:04:46: Wie Leben wächst, wie ein kleiner Mensch aus einem anderen Menschen herauskommt.

00:04:51: Okay, das klingt jetzt ein bisschen alienmäßig, aber ich meine es ernst, geboren zu werden.

00:04:57: Zu sein.

00:04:58: Man selbst mit dem eigenen Namen, mit Freiheit, mit Zukunft.

00:05:01: Das ist doch etwas so Unfassbar Schönes.

00:05:04: Darum gehören Geburtstage gefeiert.

00:05:07: Es ist nicht nur Glück oder Zufall, dass wir da sind.

00:05:10: Es ist ein Wunder.

00:05:11: Und Wunder gehören gefeiert.

00:05:13: und ich feiere heute.

00:05:14: Eine Woche, bevor wir die Geburt eines anderen Kindes feiern.

00:05:19: Die von Baby Jesus.

00:05:21: Auch ein einzigartiges Geschenk.

00:05:23: Ein Zeichen für Hoffnung, für Liebe, für Licht.

00:05:26: Ich wünsche uns allen Frieden, Wärme und ganz viel Familienglück für diesen Tag und für die letzte Woche vor Weihnachten.

00:05:42: Der Podcast.

Über diesen Podcast

Gedanken über Gott und die Welt sollen Impulse geben: zum Innehalten, um Fragen zu stellen und Antworten zu finden.

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