Gott und die Welt

Gott und die Welt

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00:00:00: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.

00:00:25: Licht am Kranz, Barbara Zweige, Weihnachtskonzert-Lieder, Geschichten, Kinderfreude, Helfen und Teilen, Blüten der Hoffnung und Zuversicht, Dezember, vielleicht mehr Erwartung als Erfüllung, vielleicht zu viel Sinnentklärte Ritualisierung?

00:00:45: Ich weiß es nicht.

00:00:47: Liegt es nicht an einem jeden von uns, was wir aus diesem Monat machen?

00:00:52: Ich jedenfalls mache mir meinen Dezember.

00:00:55: Wie sieht er aus?

00:00:57: Wie klingt er?

00:00:57: Wie duftet er?

00:00:59: Wie fühlt er sich an?

00:01:01: Will ich mich berühren lassen vom vielleicht erwärmenden, vom nachdenklichen, vom Humor vollen?

00:01:08: Will ich mit ihm vielleicht neue Seiten in mir aufschlagen?

00:01:12: Will ich mich einlassen auf ihn?

00:01:14: Auf eine neue Beziehung zu ihm?

00:01:17: Zu meinem Dezember?

00:01:19: Ich werde er sehen.

00:01:34: Dezember, mein Dezember.

00:01:37: Dazu gehört auf alle Fälle der Advent.

00:01:40: Dazu gehört auf alle Fälle der heutige Feiertag Maria Empfängnis.

00:01:45: Wie Sie auch immer ihn verbracht haben, ob sie shoppen, waren oder bewusst auf seinen Kaufen verzichtet haben.

00:01:52: Ich wünsche mir für mich einen langsamen Advent.

00:01:56: Was meine ich damit?

00:01:58: Nichts vergeht so schnell wie der Advent.

00:02:01: Kaum ist der zweite Advent Sonntag vorbei, kommt schon der dritte und der vierte.

00:02:07: Die Advent Sonntag rennen überhaupt, als ob sie Weihnachten gar nicht mehr erwarten könnten.

00:02:13: Wäre das nicht eine tolle Erfindung der langsame Advent?

00:02:19: Da haben wir es gemütlich, da können wir tun, wozu wir schon lange nicht mehr gekommen sind.

00:02:25: Und wir haben Zeit, so viel Zeit.

00:02:29: Das wäre was, so ein langsamer Advent.

00:02:33: Schade, dass es ihn nicht zu kaufen gibt.

00:02:36: Ich würde ihn jedem schenken, dem er davon rennt, der Advent.

00:02:52: Wie kam der Dezember eigentlich zu seinem Namen?

00:02:56: Da müssen wir in der Geschichte ganz schön weit zurückgehen.

00:02:59: Da tauchen Namen auf wie Düstermonat oder Hartmonat, die sich lange hielten.

00:03:06: weit über das sechzehnte Jahrhundert hinaus, in dem die offizielle Bezeichnung Dezember eingeführt wurde.

00:03:13: Das war Amtssprache und wer beherrschte die schon, als noch kaum jemand lesen und schreiben konnte?

00:03:20: Wintermonat verstand hingegen jeder, auch Schlachtmonat und selbstverständlich Christmonat.

00:03:28: Aber Dezember, ein lateinisches Wort, Dezsem heißt Zehn.

00:03:35: was es nicht gerade leichter machte.

00:03:37: Schließlich ist dieser Monat ja der zwölfte im Jahr.

00:03:41: Der Name geht weit zurück bis auf den alträumischen Kalender.

00:03:46: In diesem Mondkalender begann das Jahr mit dem März und änderte mit dem Februar.

00:03:51: Also war der Dezember der zehnte Monat.

00:03:56: Übrigens, in Skandinavien, wo sich mittelalterliche Gebräuche lange hielten, heißt Weihnachten Jügel.

00:04:04: Beim Jügelklapp verurkt man das Schenken, indem man die Gaben überdimensional verpackt und ein kleines Zettelchen mit passendem Spruch beilegt nach dem Motto, was ich dir schon immer mal sagen wollte.

00:04:21: Und das wollte ich Ihnen heute sagen.

00:04:44: Heute möchte ich über die Dezember Menschen zu sprechen kommen.

00:04:48: Wer sind die, jene, die im Dezember geboren sind?

00:04:53: Es mag erstaunen, die im tiefsten Dunkelgeborenen sind Kinder des Lichts.

00:04:59: Sie tragen ihr herzam rechten Fleck, sind zuversichtlich und fröhlich, selbst wenn sie eher ruhig wirken, in ihrem inneren Brudel des nur so vor Vitalität und Optimismus kurz um, Dezembermenschen strahlen von ihnen heraus.

00:05:17: So verwunderlich ist das wiederum nicht, schaut man sich den Monat nur richtig an, wie er im Advent das Licht der Welt erblickt.

00:05:26: Der erlebt eine Zeit der Vorfreude, eine festliche Zeit, die nichts und niemanden außen verlässt.

00:05:34: Es ist kein Wunder, dass die Kinder dieses Monats gesellig sind, viele gute Freunde haben und Feinschaften erst gar nicht aufkommen lassen.

00:05:46: Schließlich ist der Dezember zum Fest der Liebe bestimmt.

00:05:50: Seit Jahrhunderten kommen die Menschen in der dunklen Zeit zusammen, egal welchen Glauben sie haben, es wird erzählt, gesungen, getrunken und gegessen.

00:06:01: Dennoch ist ja von allem reichlich da.

00:06:04: Die harte Winterzeit setzt erst später ein.

00:06:08: Man stopfte die Kissen mit Daunen.

00:06:11: Im Ofen brannte das Feuer, da wurden Äpfel gebraten und Geschichten erzählt.

00:06:16: Aus dem Keller holte man den Wein und die Vorräte.

00:06:21: Also, liebe im Dezember Geborene, liebe Geburtstagskinder, ein Hoch auf euch, ihr und euer Theologe Walter Drexler.

00:06:33: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.

Über diesen Podcast

Gedanken über Gott und die Welt sollen Impulse geben: zum Innehalten, um Fragen zu stellen und Antworten zu finden.

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