Gott und die Welt

Gott und die Welt

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00:00:00: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.

00:00:03: Wenn man so eine Wanderung oder einen Ausflug macht, ist es immer gut, wenn man etwas Proviant mit hat.

00:00:09: Brot, Gemüse, Obst, Käse, ein bisschen Speck oder Wurst und natürlich auch etwas zum Trinken.

00:00:17: Das hat auch ganz gut in einem Rucksack gott in einer Tascheplatz.

00:00:22: Dann gibt es noch einen anderen Proviant, der da nicht so leicht einzupacken ist.

00:00:28: Ich meine da den geistlichen Proviant.

00:00:31: Frieden, Liebe und Glaube.

00:00:34: Darauf möchte ich in besonderer Weise an den nächsten drei Abenden eingehen.

00:00:39: Heute geht es mir einmal um unsere körperlichen Grundbedürfnisse, für die wir besonders in diesem Monat einfach einmal dankbar sein dürfen.

00:00:50: Denn es nützt alles nichts, wenn der Mensch nichts zum Essen hat.

00:00:55: Dabei ist uns mit der Zeit so vieles selbstverständlich geworden.

00:00:59: Wir öffnen den Wasser an und heraus kommt warmes Wasser, so viel ich will.

00:01:04: Wir schalten die Kaffeemaschine ein und in wenigen Minuten habe ich duftend heißen Kaffee.

00:01:10: Wir öffnen den Kühlschrank und können Butter, Milch und Käse herausnehmen.

00:01:15: Wir gehen zum Bäcker oder in den Supermarkt und können zwischen mindestens fünfzehn Sorten Brot auswählen.

00:01:23: Alles selbstverständlich oder doch nicht.

00:01:40: Proviant auf unserem Lebensweg, Frieden.

00:01:44: Bei allen Nachrichten von aktuellen Krisenherden, bei allen Ankündigungen, was das Wettrüsten angeht, erkenne ich nun auch Gott sei Dank wieder Bemühungen, um einen möglichen Waffenstillstand und gar um Frieden.

00:02:00: Wann beginnt denn eigentlich Frieden?

00:02:03: Von Laoze, dem legendären chinesischen Philosophen, sind folgende Gedanken uns überliefert.

00:02:10: Damit es Frieden in der Welt gibt, müssen die Völker in Frieden leben.

00:02:15: Damit es Frieden zwischen den Völkern gibt, dürfen sich die Städte nicht gegeneinander erheben.

00:02:22: Damit es Frieden in den Städten gibt, müssen sich die Nachbarn verstehen.

00:02:27: Damit es Frieden zwischen Nachbarn gibt, muss im eigenen Haus Frieden herrschen.

00:02:33: Damit im Haus Frieden herrscht, muss man ihn im eigenen Herzen finden.

00:02:39: Da kann ich nur nickend zustimmen.

00:02:51: Proviant auf unserem Lebensweg, Liebe.

00:02:55: Man kann noch so lange um eines Menschen Gunst werden, noch so viel für ihn tun, ob seine Gefühle erwidert werden gehört zu dem, was nicht machbar ist in dieser Welt.

00:03:07: Liebe ist immer ein Geschenk.

00:03:10: Wenn einem aber das Geschenk der Liebe zuteil wird, dann liegt es an uns, damit behutsam umzugehen.

00:03:18: Ja, manchmal ist es harte Knochenarbeit, den anderen auch in den Seiten annehmen zu lernen, in denen er unserer eigenen Persönlichkeit widerspricht.

00:03:31: Und manchmal geht es leicht von der Hand, ist man von Glück, Wohlgefühl und Liebe so richtig erfüllt.

00:03:39: Bob Marley, schrieb einmal über die Liebe.

00:03:42: Wenn sie wunderbar ist, wird sie nicht einfach sein.

00:03:46: Wenn sie einfach ist, wird es niemals wunderbar sein.

00:03:50: Wenn sie es wert ist, wirst du niemals aufgeben.

00:03:54: Wenn du aufgibst, war sie es nicht wert.

00:03:58: Die Wahrheit ist, jeder Mensch wird dir wehtun.

00:04:01: Du musst nur diejenigen finden, die es wert sind, dass du leidest.

00:04:26: Proviant auf unserem Lebensweg, glaube.

00:04:30: Von Johann Wolfgang von Goethe stammt folgendes Zitat, jedes Auftreten von Christus, jedes seiner Äußerungen gehen dahin, das höhere anschaulich zu machen.

00:04:42: Genau das habe ich vor etwa einem Monat erlebt, als ich in Erl in Tirol mir die Passionsspiele ansah.

00:04:50: Ein beeindruckendes Schauspiel und das älterste im deutschsprachigen Raum, das alle sechs Jahre in der idyllischen Gemeinde Erl nahe der bayerischen Grenze zum Leben erwacht.

00:05:03: Der moderne, jedoch durchaus Bibelgetreue und auch heute noch aktuelle Text, sowie die Regie des bekannten Schauspielers Martin Leutgeb, Verlieht der Inszenierung eine zeitgemäße Note, wären die stimmungsvolle und eigens dafür komponierte Passionsmusik.

00:05:22: Vom großartigen Christian Kolonowitzich möchte fast von vielen Musik sprechen, live präsentiert vom Chor und Archester die Herzen der Zuschauer berührten.

00:05:33: Und somit auch Mainz.

00:05:35: Die aktive Teilnahme von rund sechshundert engagierten Leibendarstellern, die einen bedeutenden Anteil der Tausendsechshund Einwohner ausmachen, trägt das Ihre dazu bei.

00:05:48: Und das in über zwanzig Vorstellungen von Mai bis Oktober.

00:05:53: Regisseur Leutgeb wünschte sich, dass das Stück nachwirkt, dass die Menschen sich austauschen und diskutieren.

00:06:02: Das wäre das Beste, was passieren kann, dass man über den Glauben spricht und darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein.

00:06:11: Und das ist ihm und seinen Darstellern mehr als gelungen, meint er Theologe Walter Drexler.

Über diesen Podcast

Gedanken über Gott und die Welt sollen Impulse geben: zum Innehalten, um Fragen zu stellen und Antworten zu finden.

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